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15.12.2020, 17:27 Uhr
Statement zum kommenden Lockdown

Die neue Dynamik der Pandemie aus den vergangenen Wochen und vor allem der letzten Tage, erfordert leider – alternativlos - einen erneuten Lockdown in Deutschland. 

 

 

 Allein am vergangenen Freitag sind 600 Menschen in Deutschland verstorben. Das ist ein Ausmaß, das wir so nicht hinnehmen können. Es gilt nun, die Infektionszahlen schnell wieder in den Griff zu bekommen, um die jetzt schon bedrohliche Situation in manchen Krankenhäusern mit nahezu komplett belegten Intensivbetten abzumildern. Die beschlossenen Maßnahmen ab kommenden Mittwoch sind ein harter Einschnitt ins wirtschaftliche Leben. Um eine Insolvenzwelle zu verhindern und Existenzen zu sichern, wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und Freiberufler finanziell unterstützen. Dafür wird die Überbrückungshilfe III für die Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Schließungen betroffen sind, verbessert. Mir sind als Familienvater die Herausforderungen, die auch im privaten Bereich u.a. durch Schulschließungen auf uns zukommen mehr als bewusst. Leider gibt uns die aktuelle Lage keine Optionen. Für Risikogruppen, Alten- und Pflegeheime sowie für das gesamte medizinische Personal müssen wir die Schutzmaßnahmen weiter erhöhen. Es gilt nun umso mehr - gemeinsam - nochmals alle Kräfte zu mobilisieren, um über den Winter zu kommen. Es liegt in unserer Hand, ob wir die Ausbreitung des Virus stoppen und die Gesundheit und Leben von uns allen schützen zu können. Ich appelliere an uns alle, uns die nächsten Wochen mit größtmöglicher Eigenverantwortung zu verhalten. Nur mit Weitsicht und sozialem Verhalten können wir es schaffen. Ich danke allen Beschäftigten in den Alten- und Pflegeheimen, in den Arztpraxen, Fieberambulanzen, Krankenhäusern und Kliniken, die sich unermüdlich und aufopferungsvoll um vulnerable Gruppen und Kranke sorgen. Diese Leistung verdient Anerkennung und unseren Dank.